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Was kostet ein Onlineshop? Preise 2026

Preisfaktoren, Kostenlogik der Systeme, laufender Betrieb und Migration, plus die Fälle, in denen sich ein eigener Shop schlicht nicht rechnet.

Veröffentlicht: 22. August 2026·Aktualisiert: 23. August 2026
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Die ehrliche Antwort vorweg

Die Kosten eines Onlineshops bestehen aus drei getrennten Blöcken: der einmaligen Umsetzung: Konzept, Design, Entwicklung, Datenmigration, , den laufenden Systemkosten für Lizenz, Hosting und Zahlungsabwicklung, und dem fortlaufenden Aufwand für Produktdaten, Inhalte und Weiterentwicklung. Wer nur den ersten Block vergleicht, vergleicht ein Drittel des Preises. Bei uns starten Shop-Projekte bei 10.000 €, und nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein Festpreisangebot.

Dass die Marktpreise von nahezu null bis weit in den sechsstelligen Bereich reichen, ist kein Zeichen von Willkür, sondern von völlig unterschiedlichen Produkten. Ein Standard-Theme mit dreißig Produkten und Standard-Checkout ist ein Wochenprojekt. Ein Shop mit Varianten, Kundengruppenpreisen, ERP-Anbindung und migrierter Bestellhistorie ist Softwareentwicklung mit Datenprojekt im Rücken. Beides heißt „Onlineshop“, mehr haben die zwei nicht gemeinsam.

Welche Faktoren den Preis tatsächlich treiben, wie sich die Kostenlogik der gängigen Systeme unterscheidet, was der Betrieb pro Monat kostet und in welchen Fällen wir von einem eigenen Shop abraten, klären die folgenden Abschnitte.

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Welche Faktoren treiben den Preis?

Faktor eins ist die Sortimentsgröße: allerdings nicht als reine Produktzahl. Entscheidend ist die Struktur: Wie viele Varianten hat ein Produkt, gibt es Staffelpreise, konfigurierbare Artikel, Sets oder Zubehörlogik, wie tief ist der Kategoriebaum? Dreißig Produkte mit je zwölf Varianten und kundenindividuellen Preisen sind teurer abzubilden als dreitausend simple Artikel mit einer Variante.

Faktor zwei ist die Systemwahl. Sie entscheidet nicht nur über den Bau, sondern über Jahre Betriebskosten. Deshalb behandeln wir sie weiter unten getrennt. Faustregel: Je mehr Ihr Geschäft dem entspricht, was ein System von Haus aus vorsieht, desto günstiger wird es. Jede Abweichung vom Standard kostet in jedem System Geld.

Faktor drei ist Individualentwicklung. Ein Konfigurator, eine Verfügbarkeitsprüfung gegen den Lagerbestand, kundenspezifische Preislisten, ein Angebotsprozess statt Sofortkauf: Das sind keine Einstellungen, sondern Funktionen, die spezifiziert, gebaut, getestet und danach gepflegt werden müssen. Sie sind oft genau der Grund, warum der Shop verkauft, aber sie sind der teuerste Teil des Angebots.

Faktor vier sind Schnittstellen. Anbindungen an ERP, PIM, Warenwirtschaft, Versanddienstleister und Buchhaltung werden regelmäßig unterschätzt, weil die Arbeit selten auf der Shop-Seite liegt. Der Aufwand entsteht auf der anderen Seite: Hat Ihr ERP eine dokumentierte API oder nur einen CSV-Export? Wie sauber sind die Artikelstammdaten? Wer definiert, welches System bei Widersprüchen recht hat? Diese Fragen gehören vor das Angebot, nicht in die Umsetzungsphase.

Faktor fünf sind Content und Produktdaten. Der am häufigsten übersehene Posten. Produkttexte, die etwas verkaufen und nicht nur Herstellerangaben wiederholen, konsistente Attribute für Filter und Suche, Bilder in gleicher Anmutung und Qualität, Kategorietexte für Shop-SEO: Das ist Arbeit, die entweder Ihr Team oder wir leisten. Sie ist in unseren Projekten die häufigste Ursache für Verzögerungen, nicht die Entwicklung.

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Shopify, Shopware oder headless, was kostet welche Logik?

Shopify ist ein gehostetes System: Sie zahlen eine monatliche Lizenz, bekommen Betrieb, Sicherheit und Updates inklusive und starten mit vergleichsweise niedrigem Initialaufwand. Die Kosten wachsen dafür mit Ihrem Erfolg und Ihrem App-Stack. Jede Erweiterung ist ein eigenes Abo, und wenn Sie nicht die hauseigene Zahlungsabwicklung nutzen, kommen Transaktionsgebühren auf jede Bestellung obendrauf. Planbar, aber nach oben offen.

Shopware dreht die Logik um. In der selbst gehosteten Variante zahlen Sie keine Beteiligung an Ihrem Umsatz, tragen dafür aber Hosting, Updates und Wartung selbst, als eigenes Budget oder über einen Dienstleister. Der Einstieg ist aufwendiger, die Betriebskosten skalieren aber mit der Komplexität Ihres Setups statt mit Ihrem Umsatz. Für wachsende Händler mit ordentlichem Volumen kippt genau diese Rechnung irgendwann zugunsten von Shopware.

Headless Commerce trennt Storefront und Shop-Logik. Das ergibt maximale Freiheit im Frontend und beste Ladezeiten, bedeutet aber zwei Systeme statt einem, mit entsprechend höherem Initialaufwand und mehr laufender Verantwortung. Sinnvoll ist das ab einer gewissen Größe oder bei besonderen Anforderungen an Content und Performance, nicht als Standardeinstieg. Welches der beiden Hauptsysteme zu Ihnen passt, vergleichen wir ausführlich im Ratgeber Shopify oder Shopware?.

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Was kostet der laufende Betrieb?

Block eins sind Lizenz und Hosting. Bei gehosteten Systemen ist das eine Rechnung, bei selbst gehosteten mehrere: Server, Backups, Monitoring, Zertifikate. Der Unterschied ist selten dramatisch: dramatisch wird er erst, wenn niemand für den Betrieb zuständig ist und ein Shop drei Tage lang ein Zahlungsproblem hat, das keiner bemerkt.

Block zwei ist die Zahlungsabwicklung, und hier steckt bei wachsenden Shops oft der größte Posten. Payment-Anbieter rechnen prozentual ab, manche Systeme erheben zusätzlich eigene Transaktionsgebühren. Solange Sie zwei Bestellungen am Tag haben, ist das eine Fußnote; ab mehreren hundert Bestellungen im Monat ist es der Punkt, an dem sich Systementscheidungen bezahlt machen oder rächen.

Block drei sind Pflege und Weiterentwicklung, je nach System und Ambition ab wenigen hundert Euro monatlich. Darin stecken Updates, kleine Anpassungen, neue Kampagnenseiten, Fehlerbehebung. Wer diesen Posten streicht, spart ihn nicht, sondern verschiebt ihn: Ein zwei Jahre ungepflegter Shop wird nicht günstiger, sondern zum Sanierungsfall.

Block vier sind Apps und Erweiterungen. Bewertungen, Newsletter, Retourenportal, Abo-Funktion, Suche. Jedes einzelne Abo wirkt harmlos, in Summe ergibt sich schnell ein spürbarer Monatsbetrag. Prüfen Sie einmal im Jahr, welche Erweiterungen Sie wirklich nutzen. Das ist die unspektakulärste Kostensenkung im E-Commerce und fast immer erfolgreich.

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Was kostet die Migration eines bestehenden Shops?

Eine Shop-Migration ist ein Umzug mit drei Datenströmen, die alle einzeln Geld kosten: Produktdaten inklusive Varianten, Bildern und Attributen; Kundenkonten und Bestellhistorie; und die Weiterleitungen, die Ihre bestehenden Rankings retten. Der Storefront-Bau ist dabei oft der planbarste Teil. Die Daten sind es nie.

Der größte Kostentreiber ist die Datenqualität im Altsystem. Über Jahre gewachsene Kataloge enthalten doppelte Artikel, uneinheitliche Attribute, Produkte ohne Bilder und Kategorien, die niemand mehr erklären kann. Diese Altlasten lassen sich migrieren oder bereinigen; migrieren ist billiger und rächt sich, bereinigen kostet einmalig und zahlt danach auf Filter, Suche und Sichtbarkeit ein. Wir empfehlen fast immer die zweite Variante, und sagen Ihnen vorher, was sie kostet.

Der zweite Posten ist das Weiterleitungskonzept. Jede alte URL · Produkte, Kategorien, Ratgeber: braucht einen 301-Redirect auf ihre Nachfolgerin, sonst verlieren Sie Rankings und Umsatz gleichzeitig. Wie das systematisch abläuft, steht in unserer Website-Relaunch-Checkliste; für Shops gilt sie eins zu eins, nur mit deutlich mehr URLs.

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Wann lohnt sich ein eigener Onlineshop nicht?

Fall eins: Ihr Produkt wird nicht gekauft, sondern beauftragt. Wer erklärungsbedürftige Leistungen mit individueller Kalkulation verkauft, braucht keinen Warenkorb, sondern eine Website, die Anfragen erzeugt, inklusive Konfigurator oder Angebotsstrecke, wenn es sinnvoll ist. Ein Shop wäre hier teurer und schlechter zugleich.

Fall zwei: Das Volumen trägt die Fixkosten nicht. Lizenz, Betrieb, Pflege und Zahlungsabwicklung fallen ab der ersten Bestellung an. Wenn absehbar wenige Bestellungen im Monat zusammenkommen und die Marge dünn ist, ist ein Marktplatz oder ein schlankes Standard-Setup die ehrlichere Empfehlung als ein Projekt in der 10.000-€-Klasse. Diese Rechnung machen wir im Erstgespräch auf, bevor Sie beauftragen.

Fall drei: Der Betrieb ist nicht geklärt. Ein Shop erzeugt Arbeit, die vorher nicht existierte: Versand, Retouren, Kundenservice, Produktpflege. Wer diese Prozesse nicht besetzt hat, kauft sich kein Verkaufssystem, sondern ein zweites Tagesgeschäft.

Fall vier: Ihr Engpass ist gar nicht der Shop. Wenn Besucher kommen und nicht kaufen, ist ein neuer Shop selten die Lösung. Dann fehlt es an Conversion-Optimierung oder an Traffic, der zum Sortiment passt. Ein Relaunch, der dieselben Ursachen mitnimmt, produziert dieselben Zahlen in schönerer Verpackung.

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Ihr nächster Schritt

Rechnen Sie vor jedem Angebot drei Zahlen aus: Deckungsbeitrag pro Bestellung, realistische Bestellungen pro Monat im ersten Jahr und die Summe aus laufenden System- und Betriebskosten. Wenn der Deckungsbeitrag diese Summe deutlich übersteigt, ist die Investition eine Frage der Umsetzung, nicht des Prinzips. Wenn nicht, sparen Sie sich die Angebotsrunde, oder starten kleiner.

Prüfen Sie außerdem mit unserem kostenlosen Fördercheck, ob Zuschüsse Ihr Budget entlasten: Digitalisierungsprojekte werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz je nach Programm gefördert, und der Antrag muss fast immer vor Projektbeginn gestellt werden. Wer erst beauftragt und dann fragt, verschenkt den Zuschuss.

Holen Sie Angebote erst danach ein, und vergleichen Sie sie nicht am Umsetzungspreis, sondern an der Gesamtrechnung über drei Jahre: Umsetzung plus System- und Betriebskosten plus Weiterentwicklung. Seriöse Anbieter beantworten diese Frage mit konkreten Zahlen statt mit „je nachdem“. Unsere Einstiegspreise stehen transparent auf der Preisübersicht; welches System zu Ihrem Geschäftsmodell passt, klärt der Shopsystem-Vergleich, und ob Sie überhaupt beauftragen sollten, Onlineshop selbst aufbauen oder bauen lassen?.

Und im kostenlosen Erstgespräch sagen wir Ihnen auch dann ehrlich, was wir denken, wenn die Antwort lautet: Ein eigener Shop ist für Sie gerade nicht der richtige Schritt. Ein Projekt, das sich nicht rechnet, ist für beide Seiten der schlechteste Auftrag.

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