Google Ads Kosten: Budget & Betreuung 2026
Mediabudget, Setup, Betreuung. Die drei Kostenblöcke ehrlich aufgeschlüsselt, plus Mindestbudget-Logik und die Fälle, in denen Ads das falsche Instrument sind.
- 01Die ehrliche Antwort vorweg
- 02Aus welchen Kostenblöcken bestehen Google Ads?
- 03Warum empfehlen wir mindestens 2.000 € Mediabudget?
- 04Fixpreis oder prozentual, welches Betreuungsmodell ist fair?
- 05Was kostet ein Klick? Die CPC-Realität nach Branche
- 06Wo verbrennen Konten das meiste Geld?
- 07Wann sind Google Ads das falsche Instrument?
- 08Ihr nächster Schritt
Die ehrliche Antwort vorweg
Google-Ads-Kosten bestehen aus zwei getrennten Blöcken, die in Angeboten gern vermischt werden: dem Mediabudget, das direkt an Google fließt und pro Klick abgerechnet wird, und den Kosten für Setup und Betreuung: also für die Menschen, die dafür sorgen, dass dieses Budget nicht verbrennt. Die realistische Gesamtrechnung für ein mittelständisches Unternehmen: mindestens 2.000 € Mediabudget im Monat, ein einmaliges Setup ab 3.000 € und laufende Betreuung ab 1.200 € monatlich. So kalkulieren wir es bei Google & Meta Ads selbst.
Warum diese Zahlen so und nicht niedriger ausfallen, ist keine Willkür, sondern Mathematik: Die Lernphase der Google-Algorithmen braucht Datenvolumen, und Betreuung unter einem gewissen Aufwand ist keine Betreuung, sondern ein Abo. Beides rechnen wir in den folgenden Abschnitten vor: genauso wie die Fälle, in denen Sie Ihr Geld besser gar nicht in Ads stecken.
Aus welchen Kostenblöcken bestehen Google Ads?
Block eins ist das Mediabudget: der Betrag, den Google pro Klick abrechnet. Er ist frei skalierbar, täglich anpassbar und gehört vollständig Ihnen: eine seriöse Agentur führt die Konten immer auf Ihren Namen, damit Budget, Daten und Historie bei Ihnen bleiben, auch wenn Sie den Dienstleister wechseln. Wer Ihnen ein „Komplettpaket inklusive Klickbudget“ verkauft, ohne die Aufteilung offenzulegen, verdient an genau dieser Intransparenz.
Block zwei ist das Setup, bei uns ab 3.000 €, einmalig. Darin stecken die Arbeiten, die über Erfolg oder Misserfolg des gesamten Kontos entscheiden: sauberes Conversion-Tracking (serverseitig, damit trotz Adblockern und Consent-Bannern gemessen wird), eine Kampagnenstruktur, die der Algorithmus versteht, und die ersten Anzeigen und Zielseiten. Dieses Fundament entsteht in den ersten ein bis zwei Wochen, an ihm zu sparen ist der teuerste Fehler, weil danach jeder Klick auf ein löchriges Fundament fällt.
Block drei ist die laufende Betreuung ab 1.200 € im Monat: wöchentliche Optimierung, Tests von Zielgruppen und Anzeigen gegeneinander, Budgetverschiebung dorthin, wo der ROAS nachweisbar stimmt, und ein Dashboard, in dem Sie Kosten, Umsatz und ROAS live sehen. Betreuung ist kein Selbstzweck: Ein unbeaufsichtigtes Konto verliert schleichend Geld an breite Suchbegriffe, irrelevante Platzierungen und veraltete Anzeigen, meist mehr, als die Betreuung kostet.
Warum empfehlen wir mindestens 2.000 € Mediabudget?
Die Empfehlung von mindestens 2.000 € Mediabudget pro Monat ist keine Umsatzoptimierung unsererseits, sondern folgt aus der Funktionsweise der Plattform: Googles Gebotsalgorithmen durchlaufen eine Lernphase und brauchen dafür eine ausreichende Zahl an Conversions. Ein grobes Rechenbeispiel: Bei 3 € pro Klick und einer soliden Conversion-Rate von 3 % kostet eine Anfrage rund 100 €: 2.000 € Budget liefern dann etwa 20 Conversions im Monat. Das ist die Größenordnung, ab der der Algorithmus verlässlich lernen kann und Tests in Wochen statt Quartalen Ergebnisse zeigen.
Darunter kippt die Rechnung doppelt: Der Algorithmus bekommt zu wenige Signale, die Lernphase zieht sich über Monate, und jede Anpassung wirft sie wieder zurück. Sie zahlen also länger für schlechtere Entscheidungen. Gleichzeitig frisst die fixe Betreuung einen unverhältnismäßigen Anteil: 1.200 € Betreuung auf 800 € Mediabudget ergeben keinen Sinn. Wenn Ihr Budget dauerhaft darunter liegt, ist die ehrliche Empfehlung meist nicht „kleinere Ads“, sondern ein anderer Kanal. Dazu unten mehr.
Fixpreis oder prozentual, welches Betreuungsmodell ist fair?
Für die Betreuung haben sich zwei Modelle etabliert: ein fester Monatspreis oder ein prozentualer Anteil vom Mediabudget, marktüblich sind dabei 10 bis 20 %. Keines der beiden ist per se besser: fair ist, was zu Ihrer Größe passt. Bei kleinen und mittleren Budgets ist der Fixpreis meist das ehrlichere Modell: Der Aufwand für ein Konto mit 3.000 € Mediabudget ist kaum kleiner als für eines mit 6.000 €, und ein Fixpreis nimmt der Agentur jeden Anreiz, Ihr Budget nur deshalb zu erhöhen, weil ihr Honorar mitwächst.
Ab größeren Budgets dreht sich das Bild: Mehr Kampagnen, mehr Märkte und mehr Creatives bedeuten real mehr Arbeit, und ein starrer Fixpreis würde entweder Sie oder die Agentur übervorteilen. Dann ist ein prozentuales Modell mit sinkendem Staffelsatz das sauberere. Wir bieten deshalb beides an, ab 1.200 € monatlich oder prozentual, je nachdem, was für Ihre Größe fairer ist. Worauf Sie unabhängig vom Modell bestehen sollten: volle Kontotransparenz, Ihre eigenen Zugänge und ein Reporting, das Umsatz zeigt statt Klicks.
Was kostet ein Klick? Die CPC-Realität nach Branche
Wie weit ein Mediabudget trägt, hängt vom Klickpreis ab, und der unterscheidet sich je nach Branche um den Faktor zehn und mehr. Die folgenden Spannen sind bewusst grobe Erfahrungswerte aus dem DACH-Markt, keine Prognose für Ihr Konto: Im E-Commerce liegen Klickpreise oft zwischen einigen Cent und rund 2 €. Lokale Dienstleistungen, Handwerk, Praxen, Studios, bewegen sich häufig zwischen 1 und 4 €. B2B-Dienstleistungen und Software liegen eher bei 4 bis 10 €, und in umkämpften Rechts-, Finanz- und Versicherungsthemen sind zweistellige Klickpreise normal.
Was Ihr Klick tatsächlich kostet, entscheiden Ihr Wettbewerb, Ihre Region und Ihre Anzeigenqualität. Deshalb sind pauschale CPC-Versprechen in Angeboten wertlos. Die relevantere Rechnung führt ohnehin eine Ebene höher: Nicht der Klickpreis zählt, sondern der Preis pro Anfrage und Ihre Marge pro Auftrag. Ein 15-€-Klick ist billig, wenn ein Auftrag fünfstellig ist, und ein 50-Cent-Klick teuer, wenn die Zielseite nicht konvertiert. Genau diese Break-Even-Rechnung stellen wir im Erstgespräch auf, vor jeder Budgetempfehlung.
Wo verbrennen Konten das meiste Geld?
Geldverbrenner Nummer eins ist der Blindflug beim Tracking: Konten, die Conversions gar nicht oder nur im Browser messen, wo Adblocker und Consent-Banner einen erheblichen Teil der Daten verschlucken. Der Algorithmus optimiert dann auf ein Zerrbild, und Sie treffen Budgetentscheidungen auf Basis von Zahlen, die falsch sind. Deshalb steht sauberes, serverseitiges Tracking bei uns vor jeder Kampagne.
Nummer zwei sind strukturlose Kampagnen: weitgehend offene Suchbegriffe ohne durchdachte Struktur und ohne gepflegte Ausschlusslisten. Das Konto kauft dann Klicks von Jobsuchenden, Studierenden und Schnäppchenjägern, die nie Kunden werden. Dazu kommen stillschweigend aktivierte Standardeinstellungen: etwa automatisch ausgeweitete Platzierungen, , die Budget in Reichweite statt in Anfragen verwandeln. Nichts davon ist exotisch; es sind die Normalfälle, die wir in übernommenen Konten am häufigsten abstellen.
Nummer drei liegt außerhalb des Ads-Kontos: die Zielseite. Wer Klicks auf eine langsame oder unklare Seite kauft, bezahlt für Besucher, die wieder gehen. Dann ist nicht mehr Budget die Lösung, sondern Conversion-Optimierung. Und wenn die Website als Ganzes der Engpass ist, gehört sie zuerst repariert; was das kostet, lesen Sie im Ratgeber Was kostet eine professionelle Website?.
Wann sind Google Ads das falsche Instrument?
Google Ads fangen bestehende Nachfrage ab. Sie erzeugen keine. Wer ein Produkt anbietet, nach dem noch niemand sucht, findet bei Google kein Publikum; dann sind Meta Ads oder andere Kanäle, die Nachfrage erst wecken, der bessere Start. Zweiter Fall: Die Marge trägt den Klickpreis nicht. Wenn der realistische Preis pro Anfrage Ihre Gewinnspanne auffrisst, wird auch die beste Betreuung daraus kein profitables Konto machen. Das sagen wir Ihnen dann so, bevor Sie Budget verbrennen.
Dritter Fall: Das Budget liegt dauerhaft unter der Lernphasen-Schwelle. Unterhalb von etwa 2.000 € Mediabudget monatlich ist für lokale Anbieter lokale Suchmaschinenoptimierung oft der bessere erste Schritt: langsamer, aber dauerhaft, während gekaufte Sichtbarkeit sofort endet, wenn das Budget endet. Am stärksten wirkt langfristig ohnehin die Kombination: Ads für schnelle, planbare Nachfrage, SEO für Sichtbarkeit, die bleibt und pro Klick nichts kostet.
Ihr nächster Schritt
Rechnen Sie vor dem Start drei Zahlen aus: was ein Neukunde Ihnen wert ist, was eine Anfrage deshalb maximal kosten darf und ob mindestens 2.000 € Mediabudget im Monat für sechs Monate tragbar sind. Wenn ja, sind Google Ads einer der am schnellsten messbaren Kanäle überhaupt: erste Daten fließen ab Tag eins, belastbare Aussagen gibt es nach 4–6 Wochen. Wenn nein, ist das keine Niederlage, sondern eine gute Information: Dann bauen Sie zuerst das Fundament. Wie wir Kampagnen aufsetzen und steuern, lesen Sie unter Google & Meta Ads, unsere Einstiegspreise für Setup und Betreuung auf der Preisübersicht, und im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Ihre Zahlen ehrlich durch, auch wenn am Ende herauskommt, dass Ads für Sie gerade nicht der richtige Hebel sind. Ob sich eine Betreuung bei Ihrem Budget überhaupt rechnet, steht in Google Ads: selbst schalten oder Agentur?.
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